Keine GEZ-Gebühren auf internetfähige PCs




7.1 Milliarden Euro reichen den Öffentlich Rechtlichen nicht. Was ist das für eine Grundversorgung bei der es 18 Fernseh- und 61 Hörfunksender bedarf? Warum werden alle PC Besitzer zur Kasse gebeten, wobei nur 4% das Angebot nutzen?

Der PC wird nur zu einem verschwindend geringen Teil für Rundfunkzwecke eingesetzt, die meisten Leute arbeiten mit dem PC und somit geht der PC die GEZ und öffentlich rechtlichen Sendeanstalten herzlich wenig an. Sollen die Ihre Angebote doch per Passwort schützen!


Es ist eine ausgemachte Unverschämtheit GEZ Gebühren für Arbeitsgeräte zu erheben. Eines der beliebtesten Argumente der Öffentlich Rechtlichen ist, dass es sich nicht kontrollieren ließe wer deren Angebote in Anspruch nimmt. Diese Aussage ist aber grundfalsch! und soll dazu dienen die pauschale Gebührenerhebung nicht in Frage zu stellen. Hier wird bewußte Desinformation betrieben.


Tausende von Websiten machen vor, wie man Angebote im Internet verrechnet und dies ließe sich auch bei den Öffentlich Rechtlichen bewerkstelligen. Oder z.B. Schweiz. Dort bestellt man ein IPTV Paket beim Provider und hat somit neben seinem normalen Internetzugang noch die Möglichkeit Fernsehangebote zu beziehen.
Nur wir lassen uns mal wieder abzocken. Leider sind aber auch zu wenige private Haushalte an dem Thema interessiert, da dort die Masse mit keinen Mehrbelastungen zu rechnen hat. Man beraubt sich hier aber der Möglichkeit NEIN zu sagen. D.h. Sie werden zeitlebens an die GEZ zahlen. Wer heute noch aus dem Verein austreten kann, indem er das Radio und den Fernseher entsorgt, der wird ab Januar aufgrund seines PCs zur Kasse gebeten.
Ein Entkommen ist nicht mehr möglich. Das kann so nicht sein. Viele sind nämlich der Meinung, dass 7.1 Milliarden Euro mehr als genug sind, für ein Programm, welches auch zusehends verflacht. Wer braucht bitte 18 Fernseh- und 61 Hörfunkprogramme? Mit dem Ausbau der digitalen Sender wird das Angebot noch weiter zunehmen.

Das Verfassungsgericht sprach einst von einer „Grundversorgung“: Entweder meinte das Gericht etwas ganz anderes damit, oder die Öffentlich Rechtlichen haben da was nicht verstanden. Das Gericht sagt zwar, dass zu dieser Grundversorgung auch Unterhaltung gehört, über den Umfang hat man aber leider keine Angaben gemacht. Und so wächst und wächst das öffentlich rechtliche Angebot. Das betrifft auch die Verbreitungswege. Irgendwann muss doch mal Schluß sein!

Auch wenn die PC-Gebühr nun kommen wird, ist es wichtig das Thema nicht in der Versenkung verschwinden zu lassen und immer wieder auf diesen Mißstand hinzuweisen.

Das Internet ist ein freies Kommunikationsmedium und das muss es auch bleiben!

Update
Inzwischen haben einige Leute Widerspruch gegen die PC-Gebühr eingelegt. Hintergrund ist eine Klage vor den Verwaltungsgerichten um so im Fall des Falles beim Verfassungsgericht vorstellig zu werden. Klagen geht aber nur mit einem Gebührenbescheid der jeweiligen Landesrundfunkanstalt und bis man den bekommt, kann schon einige Zeit in's Land gehen. Das dauert ca. ein 1/2 bis 3/4 Jahr!
Auch die Bitte um die sofortige Austellung eines Gebührenbescheids bringt da nicht viel. Erst mal gibt es Zahlungserinnerungen, die aber nicht relevant sind.
Der Gipfel der Unverschämtheit ist dann, dass trotz der Aufforderung einem doch gleich einen Gebührenbescheid auszustellen im Anschluss noch Säumniszuschläge fällig werden, obwohl hier eindeutig die GEZ gepennt hat.

Beispiele für einen Widerspruch auf einen Gebührenbescheid zur PC-Gebühr

Trackbacks

  1. Gez-Gebühren für den PC

    Wer einen PC besitzt, der theoretisch an das Internet angeschlossen werden kann und bisher weder ein Radio noch einen Fernseher angemeldet hat, muss eine Rundfunkgebühr in Höhe von 5,52 ? im Monat zahlen. In Deutschland muss man Gebühren für Ding...

Kommentare

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  1. Benjamin schreibt:

    Eine GEZ-Gebühr auf Computer ist eine Unverschämtheit! :-(

  2. Frank Mirbach schreibt:

    Meiner ist ein Rundfunkgerät. Denn ich kann damit TV schauen und Radio hören. Ich weiss ja nicht wie Ihr ins Internet kommt aber ....

  3. jo schreibt:

    nur weil die ÖR ihre Angebote ins Internet stellen, wird damit das Internet gebührenpflichtig??
    Was ist mit den tausenden anderer Anbieter, die bekommen keine Gebühren. Warum nur?

    Der größte Witz an der Sache ist ja, man ist auch ohne Internetanschluss gebührenpflichtig, da es ja die Gebührenpflicht auf das "internetfähige" Gerät besteht.
    Warum sind Faxgeäte nicht gebührenpflichtig. Schliesslichen bieten die ÖRs ja auch so manche Info als Faxabruf. Das muss aber extra bezahlt werden. Warum nicht auch mit den Leistungen im Internet.
    Wäre technisch kein Problem!

    Was die Öffentlich-Rechtlichen hier treiben ist ABZOCKE!

    Über konventionelles TV und Radio ist die Grundversorgung ausreichend gegeben.
    Internt ist "Zusatzgeschäft"

  4. Mahler Hans schreibt:

    Jetzt muß ich schon GeZ Zahlen nur weil ich ein labtop besitze , obwohl in unserem ort kein DSL oder ähnliches Netz verfügbar ist (nur annalog), mit dem man radio geschweige den fehrn sehen kann !!!!!!!
    Bande von Dieben !!!

  5. Harald Nitz schreibt:

    Die Einführung der GEZ Gebühren auf internetfähige PCs ist so still und heimlich geschehen, dass sich der Großteil der Bevölkerung hierzu wohl keine Gedanken gemacht hat. Hierzu zähle ich mich auch.
    Mittlerweile hat die GEZ mein Unternehmen entdeckt und prompt ist der Brief zur Anmeldung von Radio, bzw. neuartigem Rundfunkgerät ins Haus geflattert. Im ersten Augenblick hielt ich das Ding für einen schlechten Witz. Aber nein, es war durchaus ernst gemeint. Jetzt habe ich offensichtlich noch Glück, da mein Büro sich im Wohnhaus befindet und Fernsehen und Radio dort angemeldet sind. Ich könnte mich also jetzt entspannt zurücklehnen und denken „puh nochmal Glück gehabt“, wäre da nicht die generelle Unverschämtheit an sich.
    Ich beschäftige mich hauptberuflich unter anderem mit der Erstellung von Internetaufritten und muss an dieser Stelle sagen, dass Audio im Internet normalerweise einen Sonderstatus genießt. Geschätzte 95% der Homepages haben keine Audioausgabe. Die restlichen haben wenn überhaupt meistens ein nerviges Pieps oder Klickgeräusch als Begleitung zu einem Buttonklick. Um über das Internet Radio hören zu können, bedarf es einer speziellen Software, die sich als PlugIn an den Browser „automatisch“ anhängt. Dieses Programm für den Livestream ist eigens zu diesem Zweck programmiert worden. Will damit sagen, dass das Internet ursprünglich nicht für solche Zwecke vorgesehen war, aber durch die Flexibilität eines Computers sich hier die Möglichkeiten ergeben haben.
    Ich nutze meinen PC für das, wozu ich ihn gekauft habe, nämlich zum Arbeiten. Das es Jemand geschafft hat einen laufenden Datenstrom wieder in Musik zu verwandeln und dann auch noch hergeht und kontinuierlich dieses zur Verfügung stellt, ist eigentlich für mich völlig uninteressant.
    Zu dem Grundsätzlichen, dass mich Radio im Hintergrund bei der Konzentration stört, geben die kleinen Lautsprecher vom Laptop ohnehin nicht wirklich das her, was ich für Musikgenuss halte.
    Also abgesehen davon, dass das Internet nicht für derartige Übermittlung von Informationen vorgesehen war, stört mich eine ganz andere Tatsache, die hier überhaupt noch nicht zur Sprache gekommen ist.
    Wir reden hier von dem Internet, dem www = World Wide Web.
    Wie kann es sein, dass ich für den Empfang von Internetradio in Deutschland GEZ Gebühren bezahlen muss, während ich in China, Australien, Grönland, Neuseeland, Afrika, USA, Kanada und jedem weiteren Land der Erde das Programm kostenlos empfangen kann.
    Hier fehlt massiv der Gleichheitsgrundsatz.

    Ich finde es äußerst ungerecht wenn etwas für den ganzen Globus zur Verfügung gestellt wird und nur ein Land dafür Gebühren zahlt.

    Es gibt bereits im Netz genügend Beispiele dafür, dass es möglich ist, per Passwortabfrage etwas freizuschalten. Warum wird das Angebot nicht für die Personen freigeschaltet, die diese Dienstleistung wünschen. Man konnte doch auch den Livestream ans Laufen bringen.
    Ich werde wahrscheinlich keine zusätzlichen Gebühren zahlen müssen, dennoch ist die Art und Weise ein absolutes Unding.
    Wenn ein schlauer Kopf erfinden würde, dass man mit einem Schuh ohne zusätzlichen Aufwand fernsehen könnte, müsste jeder Mensch der Schuhe trägt monatlich ca. 18€ Gebühren zahlen – vermutlich erst für den linken, ein halbes Jahr später dann auch für den rechten.
    Ich stelle mir gerade vor, wenn man vor dem Schaufenster eines Bäckers entlang läuft und dieser herausgestürmt kommt und 0,25€ von mir verlangt, weil er ja im Laden Brötchen liegen hat, die ich hätte nehmen können.
    Auch wenn das zum Lachen ist, die GEZ verfährt exakt auf diese Weise und meint es bitter ernst.
    Mich wundert nur, dass kein Richter diesem Treiben Einhalt gebietet, da offensichtlich die Einführung der Gebühr für neuartige Rundfunkgeräte bereits seit 2007 ungehindert erhoben wird.
    Hier kommt die GEZ Ihrer eigentlichen Aufgabe nach: Neue zahlende Kunden zu akquirieren – offensichtlich egal wie und womit und vorallem wofür .


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