Der öffentlich rechtliche Rundfunk und das liebe Geld

Das Geld reicht dem ÖRR scheinbar hinten und vorne nicht. Trotz Mehreinnahmen von 163 Millionen Euro 2006, womit die Gesamteinnahmen im letzten Jahr bei 7,286 Milliarden Euro liegen – schuld waren die Radios, werden die Bürger immer mehr zur Kasse gebeten, und das ganz ohne Gebührenerhöhungen.

Da wären erst einmal die Harz IV Empfänger zu nennen. Angeblich kommt die GEZ hier auf „unberechtigte“ Mehreinnahmen von ca. 560 Millionen Euro pro Jahr. Dies wird vom ÖR vehement dementiert und die Schuld der Agentur für Arbeit in die Schuhe geschoben.

Es bestehen auch wenig Skrupel sich unberechtigt Gebühren von behinderten Bürgern einzuverleiben, die eigentlich befreit wären. Warum sollte ein Schwerstbehinderter jedes Jahr einen neu Befreiung beantragen? Plötzliche Spontanheilung? Diese Fälle sind doch äußerst selten und der ÖR sollte dem Glücklichen mit einer lebenslangen Befreiung ein Geschenk machen. Das bringt den ÖR sicher nicht um.

Nun ist es wohl auch nicht mehr möglich seine Ferienwohnung etc. nur saisonal an- bzw. abzumelden. Selbst bereits erteilte Abmeldungen wurden von der GEZ wieder rückgängig gemacht. So dann wird nur noch jährlich abgerechnet.

Das Geld ist aber auch bitter nötig, da z.B. allein schon die Übertragungsrechte der Fußball EM 115 Millionen Euro verschlingen.

Der ÖR kann mit unseren Gebühren scheinbar machen was er will. Auch die Ermittlungsverfahren gegen die ARD Intendanten im Fall Ullrich wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Was dort gelaufen ist, scheint also legitim zu sein.

Und da das alles noch nicht reicht, möchte man für 2009 gerne eine Gebührenerhöhung bekommen. Es wäre dann auch an der Zeit die bisherige Grundgebühr für PCs auf die volle Fernsehgebühr von derzeit 17,03 Euro anzuheben!

Warum also, sollte der öffentlich rechtliche Rundfunk mit unseren Geldern geizen?

Da wirkt der Dank der Sender über unsere Gebühren wie blanker Hohn!

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Kommentare

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  1. ANO schreibt:

    Wir wollen's doch so haben in unserem Staat!
    Ein Eckpfeiler unseres Systems lautet Umverteilung. Das bedeutet, dass dem Einzelnen, also mir und dir, nicht zugetraut wird mit seinem Geld zu haushalten. Das System, also der Beamte ist moralisch besser gestellt und verteilt demzufolge die Gelder wesentlich effektiver (sic!).
    Ob GEZ, Rente, Kasse, Verband, Gewerkschaft, Steuer allgemein...
    Wir wollen's g-e-n-a-u so haben. Der Blanko-Scheck wird einfach nur benutzt.

  2. H. schreibt:

    Man stelle sich vor die privaten Rundfunk-Stationen würden aus dem Topf der Gebührenzahler schöpfen... und plötzlich gäbe es neben RTL, RTL II, SuperRTL weitere teuere Ableger wie kid-RTL, RTL SENIOR, RTL politics, etc.pp.

    Das wenigste daran wäre sinnvoll, würde aber natürlich ausgereizt werden, denn der Sender müsste sich nicht 'rechnen'.

    Was hier staatlich legitimiert durchgeführt wird - also dieser Konstrukt namens "Öffentlich-rechtliche" Rundfunk - ist für mich inakzeptabel.

    Die Politik wird meiner Erfahrung nach erst dann umdenken, wenn eine gewisse Schmerzgrenze erreicht ist. Wann diese erreicht wird -- nun ja, wenn eine kritische Masse an (potenziellen) Wählern ihren Unmut deutlich äussert -- das kann dauern.


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