ARD – ZDF – Moralapostel ohne Moral

Tschüß Frankreich hieß es am Mittwoch für die gebührenfinanzierten öffentlich rechtlichen Sender. Die Tour de France wird von nun an nicht mehr (zumindest für dieses Jahr) übertragen.

Unverständnis überwiegt

Selbst eine Umfrage bei der ARD zeigt ein Ergebnis von lediglich 36%, die den Abbruch der Tour begrüßen. Rund 64% sind dagegen (Stand: 19.07.2007).ARD und ZDF haben sich mit dieser Aktion weit aus dem Fenster gelehnt und drohen abzustürzen. Komisch, dass nach dem Abbruch der Tour-Übertragung die Zuschauer nach ihrer Meinung gefragt wurden. Warum fragt man nicht im Vorfeld, ob der Zuschauer diese Entscheidung unterstützen würde?
Nicht nur, dass mit Sat1 sofort Ersatz bei der Berichterstattung geschaffen wurde, nein, heute gibt es Meldungen, wonach es mögliche Verfahrensfehler bei der A-Probe von Sinkewitz gibt. Das könnte für ARD und ZDF höchst peinlich enden.
Sich als Moralapostel aufzuspielen und die GEZ zahlenden Bürger vor den Kopf zu stoßen war nicht gerade eine Glanzleistung. Ist die Aufgabe von unseren Medien einen Boykott durchzuführen, oder von der Tour zu berichten? Was mag es gekostet haben, den ganzen Tross an Mensch und Material nach Frankreich und zurück zu bewegen?
Zu allem Überfluß sind sie jetzt auch noch auf SAT.1 sauer und werfen dem Sender einen Mangel an Moral vor. Wenn schon moralischer Vorwurf, dann bitte an die gedopten Fahrer der Tour.

Wo wir gerade bei Moral sind: Wie steht es mit der Moral der öffentlich rechtlichen Sender, Gebühren für Computer, Handys und PDAs zu erheben?

Machen sich ARD und ZDF in diesem Fall nicht des unlauteren Gebühren-Dopings schuldig? Wie steht es hier mit deren Moral?

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Kommentare

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  1. Friedhelm schreibt:

    Worum gehts denn bei der Tour? Um Kohle! Worum gehts bei Rundfunkgebühren? Auch um Kohle! Einen Unterschied gibts nicht. Jeder versucht mit allen Mitteln soviel wie möglich an Kohle zu bekommen. Aber weil die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten das, was sie selber machen, niemandem anderen zugestehen, machen sie Schluss mit der Tour. Streng nach dem Highlander-Prinzip: "Es kann nur einen geben!"


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