NDR Intendant Plog bezieht auch nach seinem Ausscheiden Gehalt

Am 15. Januar 2008 wir Jobst Plog den Stuhl für seinen Nachfolger Lutz Marmor räumen und damit seinen Chefsessel 1 Jahr vor Ablauf des Vertrages verlassen. Dies geschieht aber nicht, weil man ihn dazu aufgefordert hat, sondern aus freien Stücken. Muß man in solch einem Fall, wenn er frühzeitig den Sonnenuntergang auf den Bahamas geniesen will, noch ein Teilgehalt für das verbleibende Jahr abräumen?

Plogs Aussage zu seinem Rücktritt: "Die Aufsichtsgremien des NDR bekommen damit die Chance, die Intendantenwahl zusammen mit der Wahl des Stellvertretenden Intendanten zu vollziehen und beide Berufungen einvernehmlich und unter professionellen Gesichtspunkten vorzunehmen". Nachzulesen im Spiegel
Ganz sicher: Auch mit seinen Pensionsansprüchen würde er locker über die Runden kommen. So muss ab 2008 ein Intendant bezahlt werden + ein Halber!
Wenn man dem öffentlich rechtlichen Rundfunk Geldverschwendung vorwirft, dann bewahrheitet sich das auch hier mal wieder.
Fritz Pleitgen dagegen, der ebenfalls früher aus dem WDR ausgeschieden ist, verzichtete auf 3 Monatsgehälter. Vorbildlich! und so kann sich Herr Pleitgen auch nichts vorwerfen lassen.

Den öffentlich rechtlichen Sendern, besonder dem NDR, muss es ja vorzüglich gehen, um solche großzügigen Gesten aus der Portokasse zu bezahlen!
Rundfunkgebührenerhöhungen sollten also demnach nicht zur Debatte stehen. Man kann sich ja noch den einen oder anderen Luxus leisten.

Trackbacks

    Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

  1. Malzacher, Loretta schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren, Ihr Bericht über die Weiterzahlung des NDR-Intendantengehalt berührt und macht noch ohnmächtiger, als man sich als freier Mitarbeiter des NDR ohnehin fühlt. Der Sender ist wohl bemüht diese Sonderausgaben intern einzusparen, wie könnte es sonst sein, daß man nach 8 Jahren als freier Lektor in der Fernsehspielabteilung von einem Monat zum Anderen ohne auch nur eine Vorwarnung oder Ankündigung einfach keine Aufträge mehr bekommt. Da wird ans Überleben des anderen kein Gedanke verschwendet. Bei Angestellten gibt es wenigstens eine Kündigungsfrist, eine Begründung. So muß man sehen, wie man klar kommt. Sich Beschweren hat zur Folge in der Branche unten durch zu sein. Nun weiß ich endlich einen möglichen Grund nach den 8jahrenlangen monatlichen bis zu 30 Lektoraten seit 2 Monaten knall auf Fall einfach keine Aufträge mehr zu bekommen. Wie schön, daß die Existenz des Herrn Plog gesichert ist, da heult man sich doch gerne die Augen aus dem Kopf, weil man nicht weiß wovon man leben soll. Und daß obwohl beim Sender bekannt ist, daß man vor einigen Jahren die ganze Familie verloren hat. Ich danke Ihnen für diesen Beitrag. Mit besten Wünschen Loretta Malzacher


Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
BBCode-Formatierung erlaubt
 
 
.