Der BR und Rundfunk via Internet

Wie sieht der Bayerischen Rundfunk die Verbreitung seiner Rundfunkangebote via Internet?

Verblüffend ehrlich!

Nachzulesen beim Bayerischen Rundfunk auf der Seite „Verbreitung via Internet


Der Bayerische Rundfunk bietet inzwischen alle Hörfunkprogramme auf seiner Internetseite als Stream an: Bayern 1, Bayern2Radio, Bayern 3, Bayern 4 Klassik, B5 aktuell und die Digitalradio-Angebote Bayern mobil und Das Modul.

Es handelt sich dabei um Direktübernahmen aus dem laufenden Hörfunkprogramm. Spezielle Angebote, exklusiv für das Internet, werden nicht angeboten.

Und das begründet der BR wie folgt:

Zusätzliche Kosten für den BR durch Datenübertragung

Live-Stream-Nutzung lässt sich stark vereinfacht mit folgendem Vergleich beschreiben: Ein Hörer ruft in der Telefonzentrale des BR an und bittet darum, zurückgerufen zu werden. Dann soll die Zentrale ein bestimmtes Hörfunkprogramm über die Leitung übertragen, bis der Hörer auflegt. Dem BR entstehen dadurch im Gegensatz zu herkömmlichen Übertragungswegen mit jedem neuen Anrufer bzw. Streaming-Nutzer weitere Transferkosten.
Die Kosten sind davon abhängig, wie lange die Übertragung dauert und - hier hinkt der Vergleich mit dem Telefon - mit welcher Tonqualität sie erfolgt. Wird die Verbindung vom Hörer nicht unterbrochen, laufen die Kosten weiter. Und um beim Bild der Telefonzentrale zu bleiben: Die Sendeinfrastruktur wäre überfordert, wenn alle, die bisher zum Beispiel per Antenne Radio gehört haben, nun gleichzeitig Live-Streaming nutzen würden.


Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu jedem einzelnen Empfänger

Der Vergleich macht die derzeitigen Einschränkungen von Live-Streaming verglichen mit herkömmlichen Verbreitungswegen deutlich. Genau genommen liegt bei Live-Streaming kein "RUNDfunk", also die Ausstrahlung eines Senders an potenziell beliebig viele Empfänger, vor. Die gegenwärtig eingesetzte Technik erlaubt nur Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen jedem einzelnen Empfänger und dem Sender.
Aus den technischen Vorgaben ergeben sich Konsequenzen für die Umsetzung von Live-Stream-Angeboten beim Bayerischen Rundfunk:

Die Übertragung erfolgt datenreduziert, also in einer schlechteren Audio-Qualität als bei anderen Verbreitungswegen. Grund hierfür sind die erheblichen Mehrkosten, die eine gesteigerte Qualität bei der Distribution verursacht, und die Tatsache, dass noch nicht alle Empfänger eine bessere Qualität empfangen können.

Der BR bietet keine Video-Live-Streams an. Um Fernsehprogramme als Live-Stream übertragen zu können, ist selbst bei großer Datenreduktion und damit sehr schlechter Qualität eine viel größere Datenmenge erforderlich als bei Audio-Livestreams. Das bedeutet deutliche höhere Verbreitungskosten als bei Audio-Livestreams. Aus Kostengründen und weil bisher einige rechtliche Probleme beim Live-Video-Streaming kompletter TV-Programmen noch nicht gelöst sind, bietet der BR keine Live-Streams des Bayerischen Fernsehens und von BR-alpha an.


Der Inhalt dieser Seite ist schon länger online. Für diese mutige Aussage des BR müsste man dem Sender eigentlich gratulieren. Kein Versuch der Schönfärberei. So ehrlich ist man beim Rest des Senderverbundes ARD nicht immer. Wobei....“dass noch nicht alle Empfänger eine bessere Qualität empfangen können“ ist dann doch ein wenig geflunkert. Zumindest, wenn man die reine Rechnertechnik betrachtet. Insofern ist der BR doch wieder ehrlich, dass nicht jeder eine dicke Leitung für den Stream zur Verfügung hat und somit die Angebot nicht, oder nur sehr eingeschränkt nutzen kann. Bei der Bandbreite liegt also die Einschränkung.

So ein Live-Stream ist also kein Rundfunk und das bei mieser Qualität.
Warum sind Computer dann „neuartige Rundfunkempfänger“??
Bei NEU geht man doch davon aus, dass alles besser ist. Das ist hier aber nicht der Fall.
Um was geht es denn dann bei den „Neuartigen Rundfunkgeräten“?
Etwa um übelste staatlich geförderte Abzocke?

Da mag sich jeder seinen Teil denken!

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Kommentare

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  1. alfed mander schreibt:

    Das beweist doch, dass unsere hochbezahlten Damen und Herren Politiker keine Ahnung von dem haben, über das sie abstimmen. Da könnte man doch auch gleich die Figuren aus der Augsburger Puppenkiste wählen. Das wäre dann wenigstens ehrlich.
    Ansonsten zeigt wieder einmal der PISA-Test, wo so was herkommt.
    Eine großartige Lachnummer für die übrige Welt, unsere Internet-Rundfunkgebühren!


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