Das Image der GEZ
Lange hat die GEZ an ihrem Image gefeilt und nun wollen sie es nicht mehr....
Wer ist der unbeliebteste Geldeintreiber des Landes?
Genau, die GEZ und die Rundfunkgebührenbeauftragten der Landesrundfunkanstalten.
Diese Erkenntnis ist nun aber nicht ausschließlich im Volk gereift, sondern wurde von der GEZ aktiv mitgestaltet. Die Bemühungen der GEZ gingen soweit, dass sich ein Gewalt ablehnender Bürger aus Hamburg sogar genötigt sah Anzeige gegen die GEZ und deren Werbung in einer Fernsehzeitschrift zu erstatteten.
Zu lesen ist unter der neben stehenden Werbung der GEZ:
"Für alle, die glauben, sie kämen mit einem blauen Auge davon...
Schwarzseher haben die Rechnung ohne uns gemacht.
Denn wer seine 5,52 Euro für Radio oder 17,03 Euro für TV im Monat nicht zahlt, bei dem fallen wir auch mit der Tür ins Haus
Und dazu das Bild dieses leicht verwirrt dreinschauenden Mannes, der ein Pflaster über der rechten Augenbraue kleben hat. Ja so einem Gebührensünder kann schon einiges blühen.
Da mir die Werbung nichts sagte und ich nun nicht auf irgendeine Fälschung hereinfallen wollte, habe ich nochmal bei der Fernsehzeitschrift nachgefragt. Die Werbung wurde so geschaltet. Kein Fake!
Überhaupt, die Werbekampagnen der GEZ setzten in den letzten Jahren auf Abschreckung und Einschüchterung, gepaart mit Arroganz und Anmaßung. Aus dem öffentlich rechtlichen Rundfunk und der GEZ mit ihren Gebühren wird da auch schon mal eine neue Religion geformt (GEZ-Werbung auf YouTube). Und wie im Mittelalter kann man sich ganz easy von seiner Schuld freikaufen. "ER wir auch euch vergeben. Für nur 31.58!"
Daß es sich um eine Art Religionsgemeinschaft handeln muss, wurde auch schon von einem Leser des Heise-Forums erkannt. Was dem Christen das Vater Unser, ist dem Rundfunkjünger "Die heilige Grundversorgung".
Wer keine GEZ zahlt, dem unterstellt man auch schon mal, die Geräte nicht auf legitime Art und Weise "besorgt" zu haben. Wer kennt sie noch, die Werbung, als der Gebührenbeauftragte den Besitzer eines Radios einer Straßengang fragte, ob das Gerät angemeldet sei und der Jüngling antwortete, daß das Teil noch nicht mal gekauft sei?
Die Schlußszene (RTL Satire zum GEZ-Spot auf YouTube) haben uns die Macher dieses Spots allerdings vorenthalten.
Da verwundert es schon, dass man sich über sein Image nun Gedanken macht und verschiedene Worte auf den Index setzen möchte (YouTube), weil diese angeblich die GEZ in einem negativen Licht erscheinen ließen. Da wird dann akademie.de abgemahnt mit der Begründung man berichte "tendenziös". Aber von dieser Einschüchterungstaktik läßt sich nun zum Glück nicht jeder beeindrucken.
Wenn man dann sieht, dass Hochschulen für ihre Fernseher und Videorekorder über 155.000 Euro nachzahlen müssen, obwohl diese gar nicht zum Empfang von TV-Programmen eingesetzt werden, so verwundert es kaum , dass man in der Bevölkerung ""tendenziös" gegen die GEZ (Satire-Video/YouTube) ist. Vielleicht wollen einige Studenten in dem Video lediglich das Geld zurück, welches die GEZ den Hochschulen "abgeluxt" hat. Die Robin Hoods der Universitäten!?!?
Wir wollen so gern die Guten sein!
Aber nun möchte die GEZ dieses Image plötzlich nicht mehr und hat auch gleich eine neue Werbekampagne gestartet. "Natürlich zahl' ich"
Kein rabiates Auftreten, sondern man setzt auf Verständnis. Man bezahlt ja auch beim Bäcker oder im Restaurant.
Also
"SEIEN SIE FAIR. MELDEN SIE SICH AN".
Aber mit der Fairness der GEZ und der Landesrundfunkanstalten steht es nicht zum Besten. Warum wird von dem Gebührenzahler Fairness erwartet und die GEZ / ÖRR weiss dann vielleicht noch wie man das Wort schreibt, aber die Bedeutung erschließt sich ihnen scheinbar nicht ganz. Wie "fair" man ist dokumentiert z.B. die faz Artikelserie "Methoden der GEZ"
Oder strotzt die PC-Gebühr etwa vor Fairness?
Die neue Werbung der GEZ hinkt auch ein wenig. Wenn ich zum Bäcker gehe, bezahle ich selbstverständlich für ein Brötchen weil ich es ja möchte und auch bestellt habe. Die Webangebote der Öffentlich Rechtlichen habe ich aber nicht bestellt. Hier muß man für eine Leistung zahlen, die man nicht bestellt hat und ob das überhaupt noch was mit Grundversorgung zu tun hat ? Eine faire Bezahlung für deren Angebote könnte man z.B. mit einem Login auf deren Servern bewerkstelligen! Oder der ÖR entwickelt ein Soft-Radio oder Soft-TV, eine Software also, mit deren Hilfe man die ÖR-Inhalte auf dem Computer darstellen kann. Das wäre dann ein spezielles "Software-Gerät". Wenn man dann alle abrechnet, die diese Software installiert haben, dann ist das auch ok. Aber bitte nicht so wie es derzeit läuft.
Das Internet war einst ein freies Medium. Die Zeiten sind Dank GEZ und öffentlich rechtlicher Rundfunkanstalten wohl nun vorbei!
Ist das fair? Ist es fair, daß im Internet nur die Öffentlich Rechtlichen bezahlt werden. Man ja rechtlich gar nicht mehr woanders surfen darf, wenn man keine PC-Gebühr entrichtet hat. IST DAS FAIR???
Die neue Werbung passt so nicht zur GEZ. Dann lieber die alte Werbekampagne, die war wesentlich "ehrlicher" und das Wort FAIR sollte die GEZ und der öffentlich rechtliche Rundfunk besser nicht in den Mund nehmen!
Man kann nur hoffen, dass der ÖR wenigstens mal aufhört auf "die Kleinen" einzuprügeln. Wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wie der akademie-Fall zeigt, liebt man noch immer die große Keule!
NEWS: Heute wurden Pläne der Länder bekannt, in denen es der GEZ zukünftig erlaubt sein soll auf Adressdaten von Unternehmen zurückzugreifen (Siehe auch Golem). D.h. jetzt sind die Computer-Eigner dran, denn....Provider sind Unternehmen und was interessiert die GEZ mehr in bezug auf die neue PC-Gebühr, als an diese Daten zu kommen!?
Und unsere Politiker (wirkliche Demokraten!) unterstützen das auch noch.
Also, wie ist das jetzt mit dem sauberen Image der GEZ?
Ist die neue Kampagne nur Augenwischerei, oder wird die GEZ nun wirklich mehr Bürgernähe und Verständnis für ihre "Kunden" zeigen?
Was meinen Sie?


