Volksbegehren zu Rundfunkgebühren

Abschaffung der gesetzlichen Rundfunkgebühren per Volksbegehren
Der kasseler Verein "Die Macher e.V." strengen ein Volksbegehren zur Abschaffung der GEZ-Gebühren an.

Die Initiative hält die öffentlich-rechtlichen Rundfunkgebühren mangels Bildungsangebot und fehlender Transparenz für nicht mehr gerechtfertigt. Ebenso werden die Gagen und Gehälter als übertrieben angesehen und es wird der Vorwurf erhoben, die Milliarden versickerten in den Schlössern und Palästern der Macher. Intendanten-Gehälter z.B. sind Verschlusssache!

Ebenso wird am öffentlich-rechtlichen Rundfunk moniert, dass die öffentlich-rechtliche Internetzeitung über die Hintertür eingeführt wurde, welche von den Rundfunkgebühren mitfinanziert wird, vielmehr durch die frisch eingeführte PC-Gebühr.

7,3 Milliarden hatte der Rundfunk im Jahr 2006 an Gebühreneinnahmen. Ca. 8,5 Milliarden umfasst das Gesamtbudget. Das sind Zahlen, da wird einem schummrig vor Augen.

Für den ersten Schritt des Volksbegehrens müssen 130.000 Unterschriften gesammelt werden. Wenn das gelingt, geht es um 800.000 Unterschriften, die direkt bei den Gemeinden zu leisten sind. Und das innerhalb von 14 Tagen
Das sind harte Rahmenbedingungen!


Die Initiatoren haben den Eindruck, als wollten die Öffentlch-Rechtlichen das gesamte Mediensystem unter ihre Kontrolle bringen.
Da liegen sie nicht ganz falsch. Ich erinnere mich da an so Aussagen wie die des Intendanten des SWR "man wolle Wegweiser in der Digitalen Welt sein". Auf die Öffentlich-Rechtlichen Gebührenverschwender hat jeder gewartet, nicht wahr?
Auch Herr Raff gibt so Unverschämtheiten von sich, von wegen der Rundfunkteilnehmer erwarte die Expansion ins Internet etc. Frech, einfach nur frech! Oder stimmen Sie Herrn Raff etwa zu?

Viel Glück für das Volksbegehren, das sicher nicht einfach wird.

Chancen:
Bei "Mehr Demokratie" liest man.

Und auch die Einleitung eines Volksbegehrens ist alles andere als bürgerfreundlich geregelt: 20 Prozent der Stimmberechtigten müssen es mit ihren Unterschriften unterstützen - das sind über 850.000 Bürger. Erschwerend kommt hinzu, dass die Unterschriften nicht frei gesammelt werden dürfen, sondern innerhalb von nur 14 Tagen in behördlichen Amtsräumen abgegeben werden müssen. Kein Wunder also, dass es in Hessen bislang kein erfolgreiches, vom Volk eingeleitetes Volksbegehren gab.

Auch wenn das Volksbegehren nicht durchkommt, so kann man hoffen, dass es unsere Landespolitiker ein wenig aufrüttelt und sie zu wirklichen Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bewegt. Die angestrebte Reform der Rundfunkfinanzierung ist eher ein Reförmchen und wird letztlich den Rundfunkanstalten zu Gute kommen. An Umfang und Finanzhunger der Sender hat man bei dieser Reform nichts in Angriff genommen. D.h. die Rundfunkgebühren werden auch weiterhin unaufhaltsam steigen, egal wie die Gebühren in Zukunft erhoben werden.

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Kommentare

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  1. Baake Petra schreibt:

    Ich halte die PC Gebühr für eine unverschämtheit. Der PC und die daten aus dem Internet sind ein Medium unserer Firma um Umsatz zu generieren. Der Umsatz sichert die Existenz unseres Betriebes und der dortigen Mitarbeiter. Es ist fast so als ob wir irgendwann Toilettengebühr, oder Kaffeeausgabegebühr bezahlen müssen.

  2. Daniel B. schreibt:

    Auch ich stehe als selbstständiger mit einen Angebot im Internet in Konkurrenzkampf mit Angeboten der öffentlich Rechtlichen, d.h. ich finanziere meine eigene Insolvenz.

  3. Flo schreibt:

    Ich bin keiner, der die GEZ feiert, und einer, der durchaus Kritik an gewissen Programmen, Einzugspraktiken, etc hat. Aber ich bin doch für eine gewisse Fairness in der Diskussion

    Nun, bei der ganzen GEZ-Diskussion wird meiner Meinung nach eines vergessen: Seit mehr als 20 Jahren gibt es Privatrundfunk und schon damals gab es GEZ. Alle Privaten Anbieter, die heute argumentieren sie hätten gegen die Öffis keine Chance, denen muss man auch sagen, dass sie bei Aufmachen ihres Ladens schon von vorneherein wussten gegen wen sie da opereieren wollen, bzw wie sich ihre öffentliche Konkurrenz finanziert.

    Zudem ist die Begründung der Initiative etwas zweifelhaft, die da lautet, dass der ÖR-R seinem Bildungsauftrag nicht nachkommt. Nun seien wir mal ehrlich. Würden alle öffentlichen Programme nur noch Kultur, Information, Bildung und Programm für Senioren bringen, DANN würden die Leute rebellieren, weil sie GEZ zahlen, aber einen Großteil des Programmes nicht für sie gemacht wird. Eigentlich ist da die heutige Mischung aus Massenprogrammen und Spartenprogrammen (Kulturwellen, Deutschlandradio, 3sat, arte, BRalpha) die einzige Möglichkeit für die öffentlich-rechtlichen dieses Spagat irgendwie zu schaffen. Es ist ein Dilemma.

  4. steffen schreibt:

    die öffentlich rechtlichen haben ihre daseinsberechtigung nicht, weil sie uns unterhalten sollen!
    Sie sind eine einrichtung zum erhalt der Demokratie. Jetz schau dir bitte an was sie ausstrahlen, und vor allem wie sie es ausstrahlen. was für einen politischen zweck zum beispiel haben "VIP-News" oder Marienhof.
    Der nächtse Punkt ist, dass auch diese institutionen ganz offen ihre politische meinung verbreiten. erinnere dich bitte an leipzig, als die rechten auf die strasse gegangen sind wegen dem kinderschändervorfall. die ÖR haben da ganz knall hart gegen diese versammlung gehetzt. sie haben in dem moment versucht, einer gruppierung das versammlungs- und demonstrationsrecht streitig zu machen.
    der nächste punkt: die ÖR machen sehr wohl werbung. das beudeutet in meinen augen, dass die finanziellen interessen im vordergrund stehen, nicht das interesse den staatlichen pflichten nachzukommen!

    theoretisch sollte es ÖR geben. genau 3 sender. ein sender mit internationalen nachrichten, einen mit nationalen nachrichten und einen für regionale ereignisse. das ist in meinen augen die pflicht der ÖR. wenn ich mir primitive soaps angucken will, kann ich auch auf rtl o.ä. umschalten.

    wenn die ÖR ihre aufgabe nur noch ansatzweise erfüllen würden, dann bräuchten sie auch keine 8 mrd. um über wasser zu bleiben.

  5. Andreas S. schreibt:

    GEZ muß es geben, allerdings in einer sehr abgespeckten Version die sich lediglich auf Information und nicht auf Kommerz bezieht. Dazu reichen 1-2 Sender die nur Nachrichten und Dokumentationen senden. Sport und Musikantenstadl etc. gehören allerdings nicht zu Informationen.
    Die PC-Gebühr empfinde ich als eine Frechheit. Das hat nur noch mit Abzocke zu tun.

  6. Jürgen schreibt:

    Die Gebühren sind viel zu hoch.
    Es ist z. B. nicht einzusehen das Gelder für überhöhte Gagen für Gottschalck, Schummi und co sowie für fünf überbezahlte Moderatoren gleichzeitig im Morgenmagazin verschleudert werden.
    Realität im heute-Deutschland. Eine Gebührenzahlende Arzthelferin verdient 950.- Netto im Monat!

  7. Liane schreibt:

    genauso sehe ich das auch. habe versucht für uns eine befreihung zu bekommen, aber mein mann bekommt ja krankengeld - unter dem limit von hatz 4 - ich bin ein nichtleistungsempfänger - ja, sowas gibts auch in deutschland - und dennoch müssen wir voll gez bezahlen - und dabei ist das fernsehen sooooooo lausig! weg damit!!!

  8. Julia schreibt:

    Ich finde die ganze GEZ- Gebühr unverschämt und überteuert!!!!! Gerade für junge Leute, die dieser Leistung gar nicht in Anspruch nehmen und NUR private Sender schauen.
    Der Zwang zum Zahlen der Gebühren ist nicht normal und meiner Meinung nach unseriös!
    Wir können ja noch Gebühren für alle Sachen einführen....

  9. Martin schreibt:

    Ich find die GEZ-Gebühr einfach eine unverschämte staatliche zwangsmaßnahme, aus der ich nicht mal die option habe rauszugehen. Die ständigen Drohbriefe weil ich mal wieder nicht meine Gebühren zahlen konnte, weil ich mir eher was zu essen kaufe als diese drecks gebühren zu bezahlen. Gibt mir ein Decoder und ich schalte sämtlichen öffentlich rechtlichen Sender ab, die mich eh ein scheiss interessieren. Sorry das musste jetzt mal raus, nachdem ich wiedermal einen deren Drohbriefe bekommen habe, von wegen Vollstreckungsbescheid, und in meinem Kühlschrank ein klaffendes Loch ist


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