Wieviel Millionen kostet der Einzug der Rundfunkgebühren?

Wie der Spiegel berichtet, zahlte der MDR 4,23 Millionen Euro im Jahr 2006 an seine Rundfunkgebührenbeauftragten. Die GEZ hatte für sich im gleichen Jahr ca. 163 Millionen Euro der Rundfunkgebühren in Anspruch genommen (Verwaltungskosten).
Wieviel Millionen kostet uns nun eigentlich der jetzige Gebühreneinzug?

Der MDR wurde 4,23 Millionen an seine 136 Beauftragte los. Wie es heißt würden diese Zahlungen von den Rundfunkanstalten wie ein Geheimnis gehütet und in den Geschäftsberichten fehlt dazu jede Angabe. Dann müssen wir halt ein wenig spekulieren.
Auf Wikipedia spricht man von ca. 5000 Rundfunkgebührenbeauftragten in Deutschland.
Wenn man das nun mal hochrechnet, so kommt man auf

stolze 155,5 Millionen Euro!!

Hinzu kommen noch die Kosten für die Rundfunkgebührenabteilungen bei den Landesrundfunkanstalten. Neben den betriebenen Hotlines müssen deren Anwälte nicht selten das eine oder andere Gerichtsverfahren und unzählige Schriftwechsel mit den zahlungsunwilligen Rundfunkteilnehmern durchführen. Das bringt diese Art der Gebührenerhebung so mit sich und dürfte nochmal ein paar Milliönchen verschlingen.

Das natürlich nur unter der Annahme, dass die genannte Zahl auf Wikipedia stimmt. Auch die Zahlungen des MDR an seine Gebeührenbeauftragten wurde hier als Grundlage genommen und birgt eine gewisse Unsicherheit.

Aber es gibt da noch eine Quelle!

350 Millionen für den Gebühreneinzug?


In einer Talkshow auf n-tv mit dem Titel "Wer braucht heute noch Fernsehgebühren", ließ Jürgen Doetz eine Summe folgenden Formats los :
350 Millionen!

Benneter, als Vertretung der Öffentlich-Rechtlichen, murmelte zwar was Unverständliches dazwischen, aber ein heftiges Dementi blieb aus.

163 Millionen der GEZ + 155,5 Millionen für die Rundfunkgebührenbeauftragten macht : 318,5 Millionen
Hinzu kommen ja , wie schon erwähnt, die Gebührenabteilungen der Rundfunkanstalten selbst.

Ganz verkehrt scheint Jürgen Doetz mit seinen 350 Millionen nicht zu liegen. So kann man die Kosten für den Gebühreneinzug also getrost irgendwo zwischen 300 und den genannten 350 Millionen ansiedeln.

Wie kommt man nun aber von diesen Kosten weg? Ist die vereinfachte Rundfunkgebühr, die Haushaltsabgabe oder etwa Verschlüsselung (Decoder) die Lösung des Problems? Wobei die Landesfürsten bei einer Reformierung des Gebühreneinzugs lediglich die vereinfachte Rundfunkgebühr und die Haushaltsabgabe ins Auge gefasst haben. Die Entscheidung darüber soll in diesem Jahr fallen.

Welches System wäre Ihrer Meinung nach das Geeignete?






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Kommentare

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  1. Unterm Strich schreibt:

    Die Koenige werden eine Gebuehr beschliessen, die hoeher als die bisherige ist. Der Buerger muss und wird bluten. Im uebrigen verbitten sich die Koenige jegliche Kritik an der GEZ-Gebuehr. Diese andauernde Polemik hier und anderswo darf und wird unsere Demokratie nicht gefaehrden.

    Im Gegenteil, SIE werden einsehen muessen, dass die Gebuehr auf Rundfunk und andere Informationstraeger wichtig und richtig, und natuerlich viel zu niedrig ist.

  2. Karl-heinz Krönes schreibt:

    wenn 2009 noch teuer werden
    dann koste 17.98euro ard und zdf ist
    gebührenmoster wenn Radio-Fernsehen nocht
    teuer reiche Leute können bezahlen aber
    ärmen können nicht

  3. Peter Horn schreibt:

    Meiner Ansicht nach ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk unmittelbar aus dem Staatshaushalt bzw. den Landeshaushalten zu finanzieren. Ein unabhängiges Kontrollgremium müßte geschaffen werden. Die GEZ und ihre Büttel sind abzuschaffen; die Staatskasse könnte um 300-400 Millionen entlastet werden.

    Aber: Vereinfachungen zugunsten des Bürgers sind leider in diesem Lande kaum ereichbar; der Staat ist von metastasierenden bürokratischen Strukturen so durchsetzt, daß er mittlerweile nahezu untherapierbar ist.


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